Gedanken am Text
„Gedanken am Text“ ist ein Ort für Textstellen, die etwas in mir berühren. Worte, an denen ich hängen bleibe, weil sie Erinnerungen wecken, Gefühle öffnen oder Fragen stellen. Ich sammle sie nach Themen und schreibe auf, warum sie mich nicht loslassen. Persönlich, offen und ohne Anspruch auf Vollständigkeit.
Donnerstag, 12. Februar 2026
Coitus a tergo
Coitus a tergo steht für eine Form der körperlichen Vereinigung, in der Nähe leise entsteht. Der Mann befindet sich hinter der Frau, sein Blick ruht auf ihrem Rücken, auf der Linie ihrer Wirbelsäule, auf der Bewegung ihres Körpers im gemeinsamen Rhythmus. Diese Perspektive lenkt die Aufmerksamkeit weg vom Außen und hin zum Spüren. Nähe entsteht nicht durch Sehen, sondern durch Berührung, Atem und das Vertrauen, das sich im Moment entfaltet.
Gedanken am Text zu: Ich will dich. ... (Urheberrecht)
Gedanken am Text
"Ich will dich"¹
Es ist kein plötzliches Aufflammen, kein flüchtiger Blick, der sie erfasst. Ihr Verlangen wächst leise, beinahe unmerklich – wie ein warmes Glühen, das sich in ihr ausbreitet. In dem Moment, in dem sie um ihn bangt, als er verletzt vor ihr liegt und sie fürchtet, ihn verlieren zu können, verändert sich etwas in ihr. Aus Sorge wird Nähe. Aus Nähe wird Verbundenheit. Und aus dieser Verbundenheit entsteht Begehren.
"Ich will dich"¹
Es ist kein plötzliches Aufflammen, kein flüchtiger Blick, der sie erfasst. Ihr Verlangen wächst leise, beinahe unmerklich – wie ein warmes Glühen, das sich in ihr ausbreitet. In dem Moment, in dem sie um ihn bangt, als er verletzt vor ihr liegt und sie fürchtet, ihn verlieren zu können, verändert sich etwas in ihr. Aus Sorge wird Nähe. Aus Nähe wird Verbundenheit. Und aus dieser Verbundenheit entsteht Begehren.
Sonntag, 8. Februar 2026
gebären
Der Satz „Der Mann erkennt die Frau; sie wird schwanger und gebiert“ beschreibt einen natürlichen, sinnvollen Zusammenhang von Beziehung, Schwangerschaft und Geburt. Er zeigt eine zeitliche Abfolge, in der sich Aktivität und Verantwortung wandeln. Am Anfang steht die bewusste Zuwendung des Mannes, dann das stille Wachsen des Kindes, und am Ende das aktive Handeln der Frau. Gebären bildet den Abschluss dieses Weges.
Samstag, 7. Februar 2026
schwanger
„Der Mann erkennt die Frau; sie wird schwanger und gebiert“ beschreibt den direkten Zusammenhang zwischen ehelicher Vereinigung und der Fruchtbarkeit der Frau. Aus dieser Nähe entsteht neues Leben. Schwanger werden bedeutet, Leben zu empfangen und es im eigenen Körper aufzunehmen. Über einen Zeitraum von durchschnittlich 38 Wochen reift eine befruchtete Eizelle im Körper der Frau zu einem Kind heran, getragen, genährt und geschützt.
erkennen
Der Ausdruck „der Mann erkennt die Frau“ verwendet das Verb „erkennen“ in einem sehr tiefen und warmen Sinn. Er steht im Präsens für mehr als einen körperlichen Akt. „Erkennen“ meint nicht nur den Geschlechtsverkehr, aus dem neues Leben entsteht, sondern einen Weg der Nähe, der sich Schritt für Schritt entfaltet.
Freitag, 6. Februar 2026
Eva
Eva lebt im Wort und im Sinn als Anfang des Menschlichen. Ihr Name stammt aus dem Hebräischen ḥawwāh und bedeutet „die ins Leben Rufende“. Dieser Name entsteht nicht zufällig, sondern erzählt bereits ihre Aufgabe: Eva bringt Leben hervor, sie benennt den Ursprung aller Lebendigen. Erst spät erhält sie diesen Namen, denn zuvor heißt sie einfach „die Frau“. Damit steht sie zuerst für das Allgemeine, für das Menschliche an sich, bevor sie zur Mutter wird.
Rippe
Die Rippe ist im körperlichen Sinn etwas Stilles und Schützendes. Sie umschließt die Brusthöhle wie ein sanftes Dach, bewahrt Herz und Lunge und hält das Leben behutsam in Form. Anatomisch sind Rippen paarige, stabförmige, mehr oder weniger lange und gebogene Knochen des Rumpfes der Wirbeltiere. Der Mensch trägt im Regelfall zwölf Rippenpaare in sich. Manchmal zeigt sich eine kleine Besonderheit, wie eine Halsrippe oder eine Lumbalrippe, doch fehlende Rippen gehören nicht zu den menschlichen Varietäten. Der Körper bleibt vollständig.
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